September 17, 2026

Auf dem Weg der Täuschung.

Die Vogelscheuche wird in der greifbaren Welt auf Feldern aufgestellt. Eine Puppe aus Holz, Stoff und Stroh die Vögel davon abhalten soll, sich an den fruchtbaren Feldern zu nähren. In Bezug auf die spirituelle Welt hat sie aber eine ganz andere Bedeutung. Sie steht in gewisser Art und Weise für eine Täuschung, sie steht dafür eine Grenze zu setzen. Eine Grenze die wir bewusst aufbauen, zwischen unseren fruchtbaren Gedanken, Wünschen und Bedürfnissen und allem Neuen. Wir nehmen die Rolle der Vogelscheuche ein, damit das Neue, die Veränderung, nicht zu uns kommt. Damit unser ICH getrennt bleiben kann. Wir werden zu der grimmigen Scheuche die alles von uns fernhält. Wir nehmen selbst die Rolle der Puppe ein um die Welt zu täuschen, damit niemand sieht wer wir wirklich sind. Wir bauen unsere Scheuche aus Teilnahmslosigkeit, Angst und Starre zusammen. Die Vögel stehen für das was aus allen Richtungen kommt. Sie stehen für die neuen Erfahrungen, die Freiheit der unvoreingenommenen Gedanken und das verbunden sein. Aber allzu gerne verschließen wir uns dem, aus Angst vor der Veränderung. Niemand soll etwas von unserer persönlichen Welt erfahren oder erhalten und wir wollen auch Nichts nach außen geben. Nach einer gewissen Zeit merken die Vögel, dass die Scheuche nur eine leere und leblose Hülle ist, egal wir grimmig wir sie gestalten. Und das Neue kommt zu uns, ob wir wollen oder nicht.  Wir können uns nicht dagegen wehren – weil wir die Scheuche sind – eine leblose unbewegliche Hülle. Wir müssen uns entscheiden. Wollen wir nur wahrnehmen, der erstarrte Zuschauer bleiben und zusehen wie unsere Lebenskraft allmählich schwindet. Oder wollen wir die Hülle abwerfen, es annehmen und uns mit dem Neuen und Lebendigen verbinden.

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